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Urlaub mit der besten Freundin

Abenteuer in Marokko und 10 Tipps zum Überleben!

 

Meine beste Freundin Michelle und ich haben uns 10 Tage Urlaub freigeboxt, aber wohin soll‘s gehen? Ein gemeinsamer Urlaub steht schon lang auf der To-Do-Liste, deswegen soll es jetzt auch was ganz besonderes werden! Wir sind beide nicht die All-in Fans, wollen Land und Leute möglichst intensiv und authentisch kennenlernen und am besten noch mit ein bisschen Abenteuer und Sport verbinden: Da war die Wahl schnell getroffen und unser Reiseziel Marokko stand fest.

 

  1. Marrakesch

Verwinkelte Gassen, fremde Düfte, intensive Farben, hypnotische Klänge von Flöten und Trommeln – nach nur 3,5 Stunden Flug finden wir uns in einem Märchen aus Aladdin und 1001 Nacht wieder.

Es ist schon dunkel als wir in unserem Riad ankommen. Das Riad Timel liegt sehr zentral und wir sind die einzigen Gäste, deswegen dürfen wir aus den fünf traditionell gestalteten Zimmern wählen. In diesem Riad ist jedes Zimmer einer anderen Farbe zugeordnet und wir entscheiden uns für „La Chambre Jaune“. Was wir bei unserer Wahl hätten beachten sollen, ist Regel # 1: Achte darauf, dass dein Bad eine verschließbare Tür hat. Man kann mit der besten Freundin alles teilen, muss man aber nicht!

Neugierde siegt über Müdigkeit und wir machen uns sofort auf zum Djemaa el Fna, dem Herz von Marrakesch. Wir werden begleitet von Abdul, einem Freund des Hauses, der uns zum Glück den Weg zum Platz zeigt: Ich hab es wirklich nicht geglaubt, aber 5 Minuten Gehweg sind hier wirklich ein Labyrinth in dem wir uns nie allein zurecht gefunden hätten! Regel # 2: Unterschätze nie das Labyrinth! Uns erwartet ein Meer von Angeboten und eine absolute Reizüberflutung an Eindrücken. Auf dem tosenden Marktplatz findet man tagsüber Schlangenbeschwörer, Kräuterhändler, Feuerschlucker, Wahrsager, verschleierte Henna-Malerinnen, marokkanisches Gold und frisch gepresste Säfte für nicht mal 30 Cent während er sich nachts in ein kulinarisches Spektakel von dampfenden Garküchen und exotischen Speisen verwandelt. Zahllose Stände bieten frisch zubereitetes Essen, darunter verschiedenste Fleisch- und Fischgerichte aber auch landestypische Spezialitäten für die Mutigen wie zum Beispiel Schafshirn.

Am nächsten Tag wurde ein Traum wahr und wir durften in vollen Zügen genießen, was alle Frauen lieben: Auf Shoppingtour die Souks durchkämmen! Die Souks von Marrakesch sind ein Fest für die Sinne und ein Labyrinth, in dem man sich schnell verlieren kann wenn man sich von der Vielfalt der Waren, den Farben und Gerüchen und dem Spiel von Licht und Schatten unter den Holz- oder Wellblech-Überdachungen treiben lässt. Im Gassenwirrwarr der Medina werden alle handwerklichen Produkte Marokkos feilgeboten, die in verschiedene Gassen aufgeteilt sind: Es gibt zum Beispiel eine Ledergasse, ein Gerberviertel, eine Gasse für Metallarbeiten usw. Eins haben wir schnell gelernt – Regel # 3: Feilschen ist hier Pflicht!

Zum Abschluss in Marrakesch darf natürlich ein Besuch des berühmten Jardin Majorelle, der Koranschule Medersa Ben Youssef und des Bahia Palace nicht fehlen.

 

  1. Ait Ben Haddou

Mit unserem Mietwagen ging es am dritten Tag weiter nach Ait Ben Haddou – einer Kasbah aus dem Bilderbuch in der nicht ohne Grund zahlreiche namenhafte Filme gedreht wurden wie Gladiator, Game of Thrones, Passion Christi uvm. Die Strecke übers Atlasgebirge kann man in ca. 5 Stunden bewältigen und dabei die atemberaubenden Serpentinen und schneebedeckten Gipfel bewundern.

Je länger wir in Marokko unterwegs waren, desto mehr haben wir aber unsere guten Vorsätze und Sicherheitsmaßnahmen über Bord geworfen: Regel # 4 wurde als erstes gebrochen: Fahre niemals auf unbefestigten Straßen!

Wir kommen am Nachmittag in unserer nach alter traditioneller Lehmbauweise errichteten Unterkunft Auberge Tiguami Khadija an. Besitzer Andreas hat uns eine super interessante und informative Tour zum Dorf Ait Ben Haddou gegeben. Das UNESCO-Weltkulturerbe ist eine der bekanntesten und schönsten befestigten Lehmkasbahs Marokkos.

Leider mussten wir hier auch mit Regel # 5 Bekanntschaft machen: Eine Kakerlake kommt selten allein! Deswegen sollte man darauf achten, dass insbesondere Badfenster bei Dunkelheit geschlossen bleiben!

 

  1. Taghazout – Surf’s up

Taghazout ist auch als DAS Surf Mekka in Marokko bekannt, deswegen stand ein Surfkurs natürlich ganz oben auf unserer Wunschliste.

Im Dfrost Almugar Surf Camp liegt ziemlich am Ende des kleinen Fischerdorfes und bietet alles, was das Herz begehrt. Nette holländische Besitzer, Alkohol, zahlreiche Freizeitangebote wie Besuche im traditionellen Hamam, Surf- und Yogakurse, Massagen, usw.

Direkt am ersten Tag gings zum Surfspot K7 und nach einer kurzen theoretischen Einweisung auch schon ab aufs Brett und rein in die Wellen. Das hat super geklappt und uns außerdem den Muskelkater unseres Lebens beschert! Aber weinen ist für Mädchen und wir haben den Kurs natürlich alle 3 weiteren Tage durchgezogen, vom White Foam bis zu den ersten Green Waves! Beim Surfen haben wir Rupert kennengelernt, einen supercoolen Yogalehrer mit dem wir uns in unserer nächsten Station Essaouira wiedergetroffen haben, damit er uns eine private Tour geben kann! Regel # 6: Einheimische geben die besten Tipps!

Am letzten Tag vor unserer Abreise besuchen wir noch das Paradise Valley. Verschiedene Pools zum Klippenspringen und natürliche Steinrutschen machen uns den Abschied noch schwerer.

 

  1. Essaouira – windy city

Zum Abschluss standen noch zwei Tage Essaouira auf dem Programm – und auf dem Weg haben wir es uns nicht nehmen lassen, zwei Hitch-Hiker mitzunehmen, die unterwegs für musikalische Unterhaltung sorgten und damit Regel # 7 gebrochen: Keine Anhalter mitnehmen!

Wir hatten nämlich Glück und unser Aufenthalt fiel direkt auf das größte Festival Marokkos: Das Gnaoua et des musiques du Monde ist für alle Liebhaber guter, selbstgemachter Musik ein absolutes Muss. Für alle anderen – wie Michelle – eher anstrengend, denn in den Festivaltagen verwandelt sich die blaue Küstenstadt in ein Festivalgelände mit mehreren Open Air-Bühnen, Straßenmusikern und unzähligen Musikbegeisterten – genau mein Ding!

Tagsüber blieb natürlich trotzdem genug Zeit, den bekannten Hafen mit den blauen Fischerboten und fangfrischen Fisch zu genießen.

 

Unser Fazit:

Wir haben uns im Voraus viel (zu viel) mit Risiken und Gefahren beschäftigt. „Was wollt ihr zwei Mädels allein in Marokko“ – da hört man viele Schauermärchen bis man sich schließlich sicher ist, dass man eine solche Reise nicht unbeschadet überstehen kann, wenn man es denn überhaupt schafft zu überleben.

Die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes machen die Reisevorfreude schnell zunichte und wir haben ernsthaft darüber nachgedacht, die Reise abzusagen, da insbesondere vor Reisen in Touristengebiete wie Marrakesch gewarnt wird.

Getreu dem Motto „alles oder nichts“ und gefühlte 100 Stunden Recherche später haben wir uns doch entschlossen, uns nicht von unserer Reise abbringen zu lassen, da es z.B. in 2013, in dem das Auswärtige Amt die Reisehinweise veröffentlichte, nicht einen einzigen Anschlag oder einer Entführung gekommen ist.

Wir haben Marokko als ein aufgeschlossenes, echtes und freundliches Land erlebt. Natürlich versuchen die Händler ihre Ware zu verkaufen, aber nie aufdringlich oder unverschämt. Wir waren auch alleine in den Souks unterwegs, haben alle Läden durchstöbert und uns nie unwohl oder unsicher gefühlt – und nein, auch unser Allerwertester wurde nie begrabscht. Regel # 8: Ein selbstbewusstes Auftreten ohne dabei taktlos und unhöflich zu werden hält einem auch die nervigsten Händler vom Leib. Und weils so schön ist auch gleich Regel # 9: Wir haben uns in den konservativen Gegenden ein bisschen angepasst. Das heißt nicht, dass man nur verschleiert auf die Straße kann, aber wir sind nie freizügig rumgelaufen, das ist in einem islamischen Land einfach unpassend. Langer Rock oder lockere Stoffhose, T-Shirt oder ein leichtes Tuch um die Schultern – fertig. Schaden kann es nicht. Außerdem waren wir nie spät abends allein unterwegs (=Regel # 10!)

Das sind natürlich nur meine persönlichen Erfahrungen. Ich würde jedenfalls jederzeit wieder nach Marokko reisen und hätte nie gedacht, dass ich mich so in dieses Land verlieben könnte.

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